Trump und Harris versprechen keine Trinkgeldsteuer: Ein genauerer Blick

Die Präsidentschaftskampagnen von Donald Trump und Kamala Harris nehmen Fahrt auf. Beide streben mit der Einführung einer Steuerbefreiung auf Trinkgelder um wichtige Wähler an. Beschäftigte im Gastgewerbe, insbesondere in Nevada und anderen wichtigen Swing States, könnten von diesen Vorschlägen erheblich profitieren.

Trumps kühne Steuerversprechen

Trump hat die Steuerbefreiung von Trinkgeldern zu einem zentralen Bestandteil seines Wahlkampfs gemacht. Bei einer Veranstaltung in einem mexikanisch-italienischen Restaurant in Las Vegas betonte er kürzlich, dass er den Angestellten ihr hart verdientes Trinkgeld vollständig auszahlen lassen wolle. Er erklärte: „Wir lassen Sie 100 Prozent Ihres Einkommens behalten, ohne dass Sie schikaniert werden.“ Er nannte es das „größte Versprechen“, das Restaurantangestellte seit langem bekommen hätten.

Er griff auch seine Rivalin Kamala Harris an, weil sie einen ähnlichen Vorschlag verfolgte. Er warf ihr vor, seine Politik zu kopieren, und zweifelte an ihrer Entschlossenheit, diese durchzusetzen. Bei einer Kundgebung in Glendale, Arizona, wiederholte Trump: „Bei ihr wird es nie passieren; bei mir ist es garantiert: keine Steuer auf Trinkgelder.“

Harris' pragmatischer Ansatz

Auch Kamala Harris wählte Las Vegas, um ihr Versprechen zu verkünden, die Steuern auf Trinkgelder zu senken. Ihr Vorschlag betrifft allerdings nur die Bundeseinkommenssteuer und lässt die Lohnsteuer für Sozialversicherung und Medicare unberührt. Harris nahm kürzlich die Präsidentschaftskandidatur ihrer Partei an und nutzte ihre Rede, um sich als Verfechterin der Mittelschicht zu präsentieren. Sie versprach Maßnahmen zur Senkung der Haushaltsausgaben und hob Steuerreformen hervor. Quelle.

Finanzielle Auswirkungen der Richtlinien

Die Abschaffung der Bundessteuer auf Trinkgelder hat erhebliche finanzielle Auswirkungen. Mehr als sechs Millionen Beschäftigte im Gastgewerbe, die 38.3 insgesamt 2018 Milliarden US-Dollar an Trinkgeldern auswiesen, könnten ihre Steuerlast reduzieren. Dies entspricht durchschnittlich etwa 6,250 US-Dollar pro Mitarbeiter. Ausschuss für einen verantwortungsvollen Bundeshaushalt Die geschätzten Einkommensteuerbefreiungen für Trinkgelder könnten über einen Zeitraum von zehn Jahren Kosten von etwa 100 bis 200 Milliarden Dollar verursachen.

Überparteiliche Unterstützung und Kritik

Bemerkenswert ist die Übereinstimmung zwischen Trump und Harris in dieser Frage. Ihre Vorschläge kommen zu einem Zeitpunkt, da beide versuchen, sich in Swing States wie Nevada einen Vorteil zu verschaffen.

Natalie DeNardo, eine Hypothekenmaklerin, die Trumps Veranstaltung in Las Vegas besuchte, betonte die erheblichen Auswirkungen dieser Politik. Ihr Vater, ein Barkeeper, würde erheblich davon profitieren. DeNardo äußerte sich jedoch skeptisch gegenüber Harris' ähnlichem Versprechen: „Sie springt einfach auf den Zug auf. Sie hätte das in den letzten dreieinhalb Jahren tun können, wenn sie es wirklich gewollt hätte.“

Umfassendere Steuerpolitik

Während Trump sich auf umfassendere Steuersenkungen für Unternehmen und Besserverdiener konzentriert, wird Harris voraussichtlich Joe Bidens Beispiel bei der Ausarbeitung von Steuerreformen folgen. Bidens Pläne sehen eine Erhöhung des Körperschaftssteuersatzes von 28 % auf 21 % und eine Erhöhung der Steuern für Reiche vor. Gleichzeitig verspricht er, die Steuern für Personen mit einem Einkommen unter 400,000 Dollar nicht zu erhöhen.

Hier ist ein Vergleich ihrer umfassenderen Steuerpolitik:

Kandidat Wichtige Vorschläge zur Steuerpolitik
Donald Trump – Keine Steuer auf Trinkgelder für alle Einkünfte
– Umfassende Steuersenkungen für Unternehmen und Spitzenverdiener
Kamala Harris – Keine Bundeseinkommensteuer auf Trinkgelder
– Erhöhung des Körperschaftsteuersatzes auf 28 %
– Steuererhöhungen für die Reichen, keine Steuererhöhungen für Einkommen unter 400,000 Dollar

Fazit

Mit zunehmender Dynamik der Wahlkämpfe ist die Steuerbefreiung von Trinkgeldern zu einem zentralen Thema geworden. Sowohl Trump als auch Harris nutzen diese Politik, um Arbeitnehmer in gastfreundlichen Bundesstaaten zu erreichen. Ihre allgemeinen Steuerstrategien unterscheiden sich jedoch deutlich, was ihre unterschiedlichen Finanzphilosophien widerspiegelt. In den kommenden Wochen werden sie zweifellos weitere hitzige Debatten und politische Klärungen erleben, während sie um den ultimativen Preis kämpfen: das Weiße Haus.